{"id":1526,"date":"2014-10-05T13:59:43","date_gmt":"2014-10-05T12:59:43","guid":{"rendered":"http:\/\/tauschkreise.at\/?p=1526"},"modified":"2015-07-14T14:18:54","modified_gmt":"2015-07-14T13:18:54","slug":"der-biobaecker-und-die-gruberalm-in-arbeitfotos","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.tauschkreise.at\/?p=1526","title":{"rendered":"Der Biob\u00e4cker und die Gruberalm"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Schabbes am 4.Oktober 2014 stand unter dem Motto: Faistenau und Hintersee lassen gr\u00fc\u00dfen! Die Food-Coop Salzk\u00f6rndl aus der Kaigasse hatte zu einer Betriebsbesichtigung beim Biob\u00e4cker Itzlinger in Faistenau eingeladen, dem wir wenn auch nur zu dritt gerne Folge leisteten. Also kurz nach Mitternacht ( 7h ) aufgestanden, schneller Kaffee, meine charmanten TK-Begleiterinnen aus Liefering abgeholt und rauf auf den Highway. Was wir aber vorzeitig angekommen waren, verloren wir auf der Suche nach dem im Faistenauer Urwald versteckten Anwesen, eine Suche, die sogar mein nicht vorhandenes Navi ins Schwitzen brachte. Aber um Punkt null-neun-hundert waren wir da, sogar noch vor der Salzk\u00f6rndl-Truppe, mit der wir dann zu acht die F\u00fchrung begannen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1539 alignleft colorbox-1526\" src=\"http:\/\/tauschkreise.at\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Itzlinger-2014-2-300x225.jpg\" alt=\"Itzlinger-2014-2\" width=\"252\" height=\"192\" \/>Der Meister himself begr\u00fc\u00dfte uns herzlich und erz\u00e4hlte uns von den Anf\u00e4ngen, als bis nach dem Krieg hier nur eine Lohnm\u00fchle, auch Mautm\u00fchle genannt, betrieben wurde, bei der sich der M\u00fcller als Entgelt f\u00fcr sein Mahlen einen Zehent des Mehls behalten und selbst verwerten durfte. Wir wurden \u00fcber die verschiedenen Mehl- und Getreidesorten informiert, die hier verwendet werden. Vorallem Dinkel und Roggen, die dann oft schon beim Mahlen mit den Gew\u00fcrzen wie K\u00fcmmel, Fenchel und Koriander abgemischt werden. Die Salzlacke beinhaltet bei uns in Salzburg aus Gewohnheit nur 1-2 % Salz, w\u00e4hrend zB in Wien 3-5 % zu finden sind. Die nicht mehr wirksame EU-Verordnung zur Salzreduktion w\u00fcrde vorallem den Osten treffen, weil man dort das intensiver gesalzene Brot bevorzugt. Aber jeder halt nach seinem Geschmack ! Am Weg durch die Backstube kamen wir am riesigen Backofen vorbei, in dem gerade die kleingeschnittenen \u00dcberschu\u00dfbrote f\u00fcr Kn\u00f6delbrot und Semmelbr\u00f6sel getrocknet wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1540 alignright colorbox-1526\" src=\"http:\/\/tauschkreise.at\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Itzlinger-2014-8-300x225.jpg\" alt=\"Itzlinger-2014-8\" width=\"254\" height=\"194\" \/>Wir sahen die beiden Knetwerke f\u00fcr die in ihrer Klebrigkeit unterschiedlichen Teige, das eine hat einen spiralf\u00f6rmigen Knetarm, w\u00e4hrend das andere den Teig eher schaufelnd durchheben mu\u00df. Unter einem Spanntuch abgedeckt reifte der Sauerteig heran, der jeden Tag frisch gemischt und angesetzt, aber mit einem kleinen St\u00fcck des Teigs vom Vortag \u201egeimpft\u201c wurde, damit sich die G\u00e4rungsbakterien wieder voll entfalten konnten. Sogar die \u00f6rtliche Luftfeuchtigkeit hat Einflu\u00df auf die Beigabe zB der Salzl\u00f6sung, da immer eine bestimmte Konsistenz erreicht werden mu\u00df. Keine Regeln daf\u00fcr, nur das gute Gef\u00fchl eines guten B\u00e4ckers garantiert den Erfolg !<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und zum Schlu\u00df gabs noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen, einige Brote und vorallem Kekse mit K\u00e4se, Nu\u00df oder Orangen fanden nach der Verkostung schnell ihre Abnehmer \u2013 ein Genu\u00df dann beim Heimfahren oder zum Fernsehen. Noch ein Tip zum Brot-Einlagern: immer in ein Zeitungspapier oder Leintuch einschlagen und ab in den K\u00fchlschrank bei 5-10\u00b0. Nie nur in ein Plastiksackerl, da beginnt das Brot zu schwitzen und k\u00f6nnte schimmeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so ging nach kurzen 2 Stunden diese interessante F\u00fchrung zu Ende, f\u00fcr die wir unserem B\u00e4cker Itzlinger herzlichst danken \u2013 und ihn beim n\u00e4chsten Mal auf der Schranne und am Gr\u00fcnmarkt zum Einkaufen besuchen wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil das Wetter so sch\u00f6n war, der Hochnebel war fast \u00fcberall verschwunden, nur nicht in Salzburg-City, beschlossen wir 3, zur Kr\u00f6nung doch noch auf die Gruberalm zum Matieschek Werner zu fahren. Dieses Almeneck dort ist fast schon \u00fcberlaufen, wir z\u00e4hlten weit \u00fcber 100 geparkte Autos vor dem Mautschranken, der sich nach dem Empfang von satten 7 \u20acuros gn\u00e4dig hob. Nach einer spannenden Fahrt \u00fcber die leicht (nicht tief, max. 50m) absturzgef\u00e4hrdete Schotterstra\u00dfe erreichten wir die Mayerlehen-H\u00fctte, wo schon der touristengestre\u00dfte Werner im Tiefflug die G\u00e4ste bediente.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1538 aligncenter colorbox-1526\" src=\"http:\/\/tauschkreise.at\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Gruberalm-2014x-300x225.jpg\" alt=\"Gruberalm-2014x\" width=\"231\" height=\"178\" \/> Kaum Zeit f\u00fcr ein Plauscherl, aber trotzdem lie\u00df ich mir mein Start-Speckbrot gut schmecken, w\u00e4hrend meine beiden Ladies noch die n\u00e4here Umgebung abmarschierten. Einige kurze Schl\u00e4fchen im Sonnenschein zwischen unseren Mahlzeiten wie Kaspre\u00dfkn\u00f6del, Almjause, Schweinsbraten nebst Hanfbier und einem kr\u00e4ftigen Marillenschnaps brachten richtige Erholung nach dem urfr\u00fchen Aufstehen heute, und wir beendeten mit einer sch\u00f6nen Heimfahrt durch die Strubklamm und \u00fcber das Wiestal in herrlicher Nachmittagssonne diesen tollen Tag !<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und weil&#8217;s so sch\u00f6n war, gleich nocheinmal :\u00a0 2 Wochen sp\u00e4ter fanden wir uns wiederum zu dritt, wieder bei herrlichem Herbst-Bergwetter, auf der Gruberalm beim Werner ein. F\u00fcr heuer sicher das letzte Mal, aber: wir kommen wieder !<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schabbes am 4.Oktober 2014 stand unter dem Motto: Faistenau und Hintersee lassen gr\u00fc\u00dfen! 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